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Hefeextrakt, roh?, bio? (Gewürzpaste, Hefepaste)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Hefeextrakt in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitlichen Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
41%Wasser 45Makronährstoff Kohlenhydrate 45.18%/53Makronährstoff Proteine 52.83%/02Makronährstoff Fette 1.99% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission.

Verwendung in der Küche

Vegetarische und vegane Gewürzpasten auf Basis von Hefeextrakt (oder Hefebasis) sind in der Regel zähflüssige, dunkelbraune, salzig-würzig schmeckende Pasten. Die mehr oder weniger gesalzenen und gewürzten Konzentrate aus Hefezellen finden als geschmacksverstärkende Zusätze in verschiedenen Zubereitungen Anwendung. Der würzige, fleischige Geschmack solcher Hefeextrakte gilt häufig als umami. Hefeextrakt ist grundsätzlich nicht roh, ist jedoch in Bio-Qualität erhältlich. Verwenden Sie ihn der Gesundheit zuliebe, aber eher selten.

Hefepasten sind als Brotaufstrich sehr bekannt. Mit heissem Wasser aufgegossen eignen sie sich auch als Bouillon oder zum Würzen von Suppen, wie in der veganen roten Linsensuppe oder in der indischen Tomatensuppe. Auch asiatische Miso-Suppen, mit Tofu, Karotten, Frühlingszwiebeln, Pak-Choi und Enoki-Pilzen, schmecken mit Hefepaste. Zudem gibt Hefeextrakt Eintöpfen oder Schmorgerichten einen deftigen Geschmack. So darf die Paste, neben der Verwendung von Tomatenmark, Aceto balsamico und Gemüsebrühe, in einer veganen Bratensauce nicht fehlen. Viele verfeinern damit auch Marinaden, Saucen (Sossen) oder Vinaigretten für Salate.

In Grossbritannien gehören die Pasten fast zum täglichen Verzehr: auf heissem Toastbrot, zu Käse, in Käsesuppe oder als Snack mit Tomaten und Zwiebeln, serviert mit überbackenem Käse. Fügen Sie die Gewürzpaste erst kurz vor dem Verzehr hinzu, da Hitze einen Teil der Vitamine zerstören kann.

Es gibt sogar Cocktails (wie den Marmite Cocktail und den Marmite Gold Rush), Panini-Rezepte oder Kuchen, die von Hefepasten inspiriert sind. Hefeextrakte kommen in der Lebensmittelindustrie vor allem bei der Zubereitung von Suppen, Bratensossen, Fleischerzeugnissen sowie bei der Aromatisierung von Snacks, Chips und Crackern zum Einsatz.19,22

Es gibt viele verschiedene Hefe-Produkte auf dem Markt: Hefeflocken intensivieren auch den Geschmack von Gerichten, sind aber im Gegensatz zu Hefeextrakt nicht fermentiert. In getrockneter Form dient sie als Streuwürze, ähnlich wie inaktive Bierhefe, die sowohl als Würzmittel als auch als Nahrungsergänzungsmittel Einsatz findet. Aktive Bierhefe ist für die Herstellung von Getränken wie Bier, Cider, Wein und Essig wichtig. Backhefen (frisch und getrocknet) enthalten auch aktive Hefepilze und sind als Triebmittel für Teige in Verwendung.

Veganes Rezept für Saucenfond mit Hefeextrakt

Zutaten (für 2 Personen): 1 Zwiebel, 1 EL Öl (Rapsöl), 100 ml Wasser, 100 ml Soja-Sahne, 2 TL Hefeextrakt.

Zubereitung: Die Zwiebel würfeln und in Öl goldbraun braten. Wasser und Soja-Sahne hinzufügen, dann Hefeextrakt einrühren. Die Sauce bei niedriger Hitze leicht köcheln lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Diese Basissauce kann man nach Belieben zu Kartoffeln, Nudeln, Reis, Gemüse und veganen Bratlingen verwenden. Der Hefeextrakt sorgt dabei für eine pikante Grundnote.

Veganes Rezept für Avocado-Hefeextrakt-Dip

Zutaten (für 2 Personen): ½ reife Avocado, ½ TL Hefeextrakt, 1 Brottasche (Pita- oder Naan-Brot), 1 Tomate, Pfeffer oder Chilipulver.

Zubereitung: Das Avocado-Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken, mit dem Hefeextrakt zu einer glatten Creme verrühren und nach Geschmack mit Pfeffer oder Chilipulver würzen. Die Brottasche an einer Seite öffnen und die Avocado-Creme gleichmässig mit einem Löffel in das Brot streichen. Anschliessend die Tomate in kleine Stücke schneiden und in die Brottasche füllen. Für den Transport die Tomatenkerne vorher entfernen, damit das Brot nicht durchweicht.

Vegane Rezepte mit Hefeextrakt finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
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Einkauf - Lagerung

Die Gewürzpasten mit Umami-Geschmack können Sie praktisch in allen gut sortierten Supermärkten kaufen. Einer der bekanntesten Vertreter ist Marmite yeast extract vom britischen Konzern Unilever, der es in kleinen 125-ml-Schraubgläsern oder in Squeeze-Fläschchen anbietet. Sie finden Hefepasten ganzjährig in Supermärkten wie Coop, Migros, Rewe, Edeka oder in Online-Shops. Denner, Volg, Spar, Aldi, Billa, Lidl oder Hofer haben das Produkt nicht im Standardsortiment. Gelegentlich führen Bio-Supermärkte (Alnatura und Denn's Biomarkt), Reformhäuser, Naturkostläden oder Spezialgeschäfte Hefeextrakte oder -pasten. Oft findet man die flüssige Form als (veganen) Brotaufstrich deklariert. Es sind auch Bio-Hefepasten im Online-Handel erhältlich. Die Extrakte in Pulverform sind vorwiegend in der Lebensmittelindustrie im Gebrauch.

Die Verfügbarkeit von Hefepasten ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Wie alle Gewürze oder Würzmittel sind Gewürzpasten dunkel und kühl zu lagern. Geöffnete Produkte bewahren Sie am besten im Kühlschrank auf und verbrauchen sie so rasch wie möglich.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Realitätsnah zeigen wir Ihnen hier die Inhaltsstoffe von Hefeextrakt pro Portion (1 TL = ca. 6 g) statt pro 100 g wie üblich.

Pro TL enthält Hefeextrakt 11 kcal, darunter 1,4 g Protein und 1,2 g Kohlenhydrate. Der Fettgehalt ist nahezu null, allerdings enthält Hefeextrakt mit 515 mg Salz pro TL relativ viel Natrium (203 mg/1TL).23 Selbst salzreduzierte Varianten, die den gewöhnlichen Produkten vorzuziehen sind, sollte man nur in kleinen Mengen konsumieren.

Thiamin (Vitamin B1), Folsäure und Riboflavin (Vitamin B2) sind die wichtigsten essenziellen Nährstoffe, die Hefeextrakte anbieten.23 Jedoch tragen sie und die Makronährstoffe wegen der kleinen Verzehrmenge nicht wesentlich zur Deckung des jeweiligen Tagesbedarfs bei. Weitaus wichtiger für den Gesundheitswert sind die sekundären Pflanzenstoffe in dieser Zutat, die schon in Spuren wirken können. Obwohl alle Kräuter und Gewürze sehr viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe mitbringen, verzichten wir hier bewusst auf das substanzlose Modewort "Superfood".

Enthält Hefeextrakt B12? Teilweise enthält Hefeextrakt B12, welches jedoch künstlich zugefügt ist. Dies muss auf der Verpackung ausgewiesen sein. B12-Supplemente sind für Veganerinnen unvermeidbar.35

Hefepaste enthält auch Glutaminsäure, die als Geschmacksverstärker dient: In Hefepasten sind es etwa 4-5 %,7 in Pulverform oft rund 10 % oder mehr.1,8,9

Die gesamten Inhaltsstoffe von Hefeextrakt, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Wie gesund ist Hefeextrakt? Hefeextrakt auf Basis von Bäckerhefe oder Bierhefe enthält u.a. Nukleinsäuren, Proteine, B-Vitamine und Mineralstoffe. Hefezellen können bis zu 15 % Nukleinsäuren beinhalten, etwa zehnmal so viel wie menschliches Gewebe. Beim Abbau ihrer Purinbestandteile entsteht Harnsäure. Eine sehr hohe Aufnahme purinreicher Lebensmittel kann den Harnsäurespiegel erhöhen und bei entsprechend veranlagten Personen Gicht begünstigen.24 Glutathion ist ein Tripeptid aus Glutamat, Cystein und Glycin und ein wichtiges zelluläres Antioxidans, das in Hefeextrakt enthalten sein kann. Glutathion wirkt antioxidativ und immunstimulierend. Zudem trägt es zur Bildung verschiedener Aromastoffe bei und ist daher auch für die Lebensmittelindustrie von Bedeutung.24

In den Zellwänden von Bierhefe finden sich hohe Anteile (15–30 % der Trockenmasse der Zellen) an vernetzten Polysacchariden, insbesondere Mannan-Oligosaccharide und β-Glucan. β-Glucan wirkt antibakteriell und antioxidativ. β-Glucan aus Hefe kann darüber hinaus zur Senkung von Cholesterin- und Blutfettwerten beitragen und die Bildung und Entwicklung von Fettzellen hemmen, indem es deren Differenzierung zu reifen Fettzellen beeinflusst. Insgesamt findet Hefe-β-Glucan pharmazeutische Anwendung bei Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hauterkrankungen und kann das Wachstum nützlicher Darmmikroorganismen fördern. Auch Mannan wirkt antioxidativ und immunstimulierend. In einem Mausmodell reduzierte Hefeextrakt entzündungsfördernde Zellen in der Lunge. Für eine mögliche Anwendung bei entzündlichen Lungenerkrankungen sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich. Eine Hefeextrakthaltige Zubereitung zeigte in einer Studie eine lindernde Wirkung bei Juckreiz und war dabei wirksamer als eine Lotion mit kolloidalem Hafermehl.24

Lesen Sie ergänzende Informationen bei den Zutaten Bäckerhefe oder Bierhefe.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Für das Nährstoffprofil von Backhefe sind die sekundären Metabolite wenig relevant. Erfahren Sie mehr über Bedeutung und Einteilung dieser bioaktiven Stoffe in Lebensmitteln im Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe.

Phenolische Verbindungen können in Hefeextrakt je nach Ausgangsmaterial und Herstellungsverfahren vorkommen, stammen jedoch aus dem Nährmedium. Hefeextrakt kann als stimulierende Substanz (Elicitor) wirken und die Bildung sekundärer Pflanzenstoffe in Pflanzen anregen. Beispielsweise führte in In-vitro-Kulturen von Indischem Bitterklee (Swertia chirata) die Zugabe von Hefeextrakt zu höheren Gehalten an Flavonoiden und phenolischen Verbindungen. Die Pflanzen nehmen Bestandteile der Hefe wahr. Diese wirken als Signale und lösen in den Pflanzenzellen Abwehrreaktionen aus und aktivieren Stoffwechselwege, die zur Bildung von sekundären Metaboliten führen. Hefeextrakte dienen in biotechnologischen Verfahren als Stimulatoren zur industriellen Herstellung von sekundären Metaboliten wie Carotinoiden und Polyphenolen u.a. aus Heilpflanzen.24,30,31,32,33

Ergosterol zählt zu den Sterolen und ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen von Pilzen und Hefen. Es trägt zur Stabilität der Zellmembran bei und beeinflusst deren Struktur, Durchlässigkeit und Funktion. Bei der Bäcker- und Bierhefe (Saccharomyces cerevisiae) entsteht Ergosterol in einem mehrstufigen Stoffwechselweg. In seiner Struktur ähnelt es dem Cholesterin. Ergosterol dient als Ausgangsstoff für die industrielle Herstellung von Vitamin D2. Auch Zwischenprodukte der Ergosterol-Biosynthese, darunter Farnesylpyrophosphat und Squalen, besitzen wirtschaftliche Bedeutung. Sie dienen u.a. als Ausgangsstoffe für die Synthese verschiedener Terpenoide und finden Anwendung beispielsweise in der Herstellung von Duftstoffen, Arzneimitteln und Biokraftstoffen. Verschiedene Ergosterol-Derivate zeigen zudem in experimentellen Untersuchungen, insbesondere in vitro, antitumorale und antivirale Aktivitäten, darunter eine mögliche Wirkung gegen HIV.34

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Hefeextrakte sind industriell verarbeitete Zutaten und in grossen Mengen ungesund. Versuchen Sie daher, Produkte aus oder mit Hefeextrakt nur sparsam zu verwenden. Hefeextrakte (gelbbraune Pulver oder dunkelbraune Pasten) galten lange Zeit als die bessere Alternative zu künstlich hergestelltem Glutamat, da sie eine ähnliche Wirkung haben. Mittlerweile sind jedoch auch diese natürlichen Hefeextrakte aufgrund ihres hohen Glutamatgehalts umstritten (Glutamate sind die Salze der Glutaminsäure). Das Problem ist, dass Hefeextrakt kein Lebensmittelzusatzstoff ist und auch nicht offiziell als Geschmacksverstärker ausgewiesen ist, im Gegensatz zu industriell hergestelltem Mononatriumglutamat (E621) oder anderen isolierten Glutamaten. Hefeextrakt kann sich daher bei der Deklaration von Inhaltsstoffen hinter Begriffen wie "natürliche Aromen", "Würze" oder "Speisewürze" verstecken. Begriffe wie "Gewürze" oder "Gewürzmischungen" hingegen beziehen sich ausschliesslich auf getrocknete Pflanzenteile.12 Selbst in Produkten mit dem EU-Bio-Siegel13 darf Hefeextrakt enthalten sein – im Gegensatz zu Glutamat, das dort verboten ist.

Leider blockiert die Glutaminsäure der Hefepaste - wie andere Geschmacksverstärker - das Sättigungsgefühl und wir essen schnell zu viel.14 Auch Bio-Hefeextrakt ist nicht wirklich besser und wir empfehlen an dieser Stelle, mit natürlichen Kräutern und Gewürzen den Geschmack zu verbessern und zu intensivieren.

Über die Verträglichkeit und mögliche Schädlichkeit von Glutamaten entbrannte 2006 und in den folgenden Jahren eine wissenschaftliche Debatte, die die Glaubwürdigkeit zahlreicher Studien infrage stellte.15 Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Kommission16 halten die Verwendung von Mononatriumglutamat als Zusatzstoff in Lebensmitteln für sicher, obwohl viele Konsumenten von Überempfindlichkeitsreaktionen berichten.17

Ein wichtiger Aspekt, den die meisten vegetarischen Gewürzpasten auf Hefebasis gemeinsam haben, ist der verhältnismässig hohe Salzgehalt. Ein unausgewogen hoher Salzkonsum ist mit erhöhtem Risiko für Hypertonie (Bluthochdruck) sowie gesteigerten kardiovaskulären Risiken und weiteren organschädigenden Folgeerkrankungen verbunden.3,4 Deswegen empfiehlt auch die WHO, die Einnahme von Natrium unter 2 g/Tag zu halten, was weniger als 5 g Salz pro Tag entspricht (etwa ¾ TL).5 Auf der Website der Gesundheitsorganisation finden Sie weitere Hinweise, Richtlinien und wissenschaftliche Publikationen zu den Gefahren eines erhöhten Salzkonsums.

Sämtliche Hefeerzeugnisse, insbesondere Hefeextrakt, enthalten hohe Mengen an Purinen und sind daher für Gichtpatienten nicht empfehlenswert.24

In Kombination mit Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmer) oder -Inhibitoren (MAOI) können tyraminreiche Nahrungsmittel wie Hefeextrakte einen gefährlichen Bluthochdruck auslösen.18

Ist Hefeextrakt glutenfrei? Eine Studie aus dem Jahr 2020 untersuchte den Glutengehalt in Hefe- und hefehaltigen Produkten, da Hefe oft mit glutenhaltigen Produkten wie Brot und Bier verbunden ist. Die Forscher verwendeten kompetitive ELISA und Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie zur Analyse. Die Ergebnisse zeigten, dass Hefeextrakte und Nährhefe Glutenkonzentrationen unterhalb des Schwellenwerts von 20 mg/kg aufwiesen, während Backhefe und Nährhefezusätze höhere Glutenmengen enthielten. Sehr empfindlichen Personen empfehlen wir jedoch, diese zu vermeiden.2

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der CO2-Fussabdruck von europäischem Hefeextrakt (Pulver) liegt bei 3,36 kg CO2eq/kg und bei kanadischem bei 3,04 kg CO2eq/kg.27 Die Werte ähneln dem ökologischen Fussabdruck von Mayonnaise oder Erdnussbutter mit 3,48 kg CO2eq/kg.28

Der Wasserfussabdruck von Hefeextrakt ist in den üblichen Datenquellen oft schwer zu finden, da der Wasserverbrauch je nach Produktionsverfahren und Region stark schwankt. Im Allgemeinen hängt der Wasserverbrauch bei der Herstellung von Hefeextrakt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Wasserintensität der verwendeten Rohstoffe und der Effizienz der Produktionsprozesse. Ein vergleichbares Produkt zu Hefeextrakt ist Sojasauce, deren Wasserverbrauch bei etwa 1986 l/kg liegt.29 Beide dienen als natürliche Geschmacksverstärker und weisen einen ähnlichen Fermentationsprozess auf.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Man setzt Hefe und ihre Derivate seit Langem in der Tierfütterung ein. Ein Beispiel für ein solches Derivat ist Hefeextrakt (auch auf Basis von Pichia pastoris), der spezifische bioaktive Verbindungen mit funktionellen Eigenschaften enthält und zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten bietet. Hefeextrakt verbessert die Futtereffizienz und kann antibiotische Wachstumsförderer ersetzen. Überdies unterstützt er die Darmgesundheit und das Immunsystem der Tiere und reduziert die Ausscheidung von Krankheitserregern.25

Weltweites Vorkommen - Anbau

Das Konzept der Nutzung von gebrauchter Bierhefe für den menschlichen Verzehr stammt aus Deutschland, doch die meisten Produkte und Herstellungsverfahren entwickelten sich in englischsprachigen Ländern. 1902 gründete man in Burton upon Trent (UK) die erste Marmite-Fabrik, die schnell nach Australien, Neuseeland und Südafrika expandierte. In den 1920er Jahren begann auch die Marmite-Produktion in Südafrika. 1913 kam das ähnliche Produkt Vegex in den USA auf den Markt. 1918 brachte Carlton and United Breweries (CUB) in Australien den Hefeaufstrich Cubex heraus, der 1933 vom Markt ging. 1923 führte Fred Walker Cheese Co. Vegemite in Australien ein. Weitere Hefeaufstriche wie Bovis (1925 in Italien) und Cenovis (1931 in der Schweiz) folgten.26 Bis auf Cubex sind diese Produkte heute noch erhältlich.

Industrielle Herstellung

Für Gewürzpasten verwendet man entweder Hefekulturen, wie Saccharomyces cerevisiae, aus frischer Bäckerhefe oder Bierhefe, oder man verwertet Hefe aus Lebensmittelverarbeitungsprozessen, wie der Bierhefe, die während des Bierbrauens anfällt. Grundsätzlich erfolgt die Herstellung in 4-5 Schritten, je nachdem, ob Hefepaste oder Hefeextrakt in Pulverform Verwendung findet. Die Gärung (Vorfermentation), also das Hinzufügen von Zucker und Sauerstoff, um die frischen Hefepilze zu ernähren, ist der erste Schritt. Danach erfolgt das Waschen der konzentrierten Hefe in Zentrifugen, um den Restzucker zu entfernen.11 Dies unterscheidet sich von der Extraktherstellung aus Lebensmittelabfällen. Hier ist die Hefe vorhanden und das Waschen mit Wasser und organischen Lösungsmitteln, um Rückstände und Bitterstoffe (v.a. von Hopfen aus der Bierherstellung) zu entfernen, gilt als Vorbehandlung. Die hierbei entstehenden Abfallstoffe belasten die Umwelt und sind nicht zu unterschätzen.24

Die folgenden Bearbeitungsschritte ähneln sich bei beiden Verfahren: Da die Zellwand von Hefezellen sehr widerstandsfähig ist, benötigt es bestimmte Verfahren, um diese aufzuschliessen (Bruch). Neben der Autolyse gibt es die Plasmolyse, die enzymatische Lyse und physikalische Methoden. Die Autolyse ist sozusagen ein kontrollierter Fermentationsprozess, bei dem sich die Zellwand (oft unter Wärmebehandlung bis 60 °C) auflöst.19,24 Die Hefezellen liegen nun gelöst in einer wässrigen, eiweissreichen Form im Tank vor. Dauer und Temperatur sind wesentliche geschmacksbestimmende Faktoren. Das Aminosäureprofil der Lösung ist nun einer Fleischbrühe sehr ähnlich.11

Erneutes Zentrifugieren entfernt die Hefezellwände.11 Durch weiteres Konzentrieren (schonendes Verdampfen bei max. 60 °C) und Filtern entsteht daraus eine dickflüssige Paste.10 Anschliessend fügen die Hersteller noch Salz, Pflanzenextrakte und Gewürze hinzu, wobei die genaue Zusammensetzung ein Firmengeheimnis bleibt. Hefeextrakt gibt es sowohl als Paste als auch in sprühgetrockneter Pulverform.11 Letzteres bevorzugt die Lebensmittelindustrie.

Weiterführende Informationen

Vegemite ist auch in Grossbritannien und Neuseeland im Supermarkt erhältlich, was den hohen Konsum erklärt. Promite und neuseeländische Marmite sind in britischen Supermärkten nicht zu finden, weshalb man sie auch weniger konsumiert (das Schweizer Cenovis gar nicht). Der britische Einfluss und die Einwanderung haben Marmite in Australien und Neuseeland bekannt gemacht, was den früher höheren Konsum erklärt.26

Hoisin-Sauce besteht nicht aus Hefe. Es ist eine in China bekannte, aus fermentierten Sojabohnen und verschiedenen Gewürzen/Zusatzstoffen, süss-schmeckende, kräftige Würzsauce.

Der Mythos, dass der Verzehr von Marmite oder anderen Vitamin-B-reichen Produkten Stechmücken vertreiben soll, hält sich sehr lange. Viele Briten nehmen deshalb auf Reisen Marmite mit, um sich vor Stichen zu schützen. Es gibt jedoch dafür keine wissenschaftlichen Beweise.6

Alternative Namen

Folgende Alternativnamen sind für Gewürzpasten auf Hefebasis (bzw. auf Basis von Hefeextrakten) gebräuchlich: Hefeextrakt, Hefepaste, autolysierte Hefe, hydrolisierte Hefe, vegetarisches Fleischextrakt und Markennamen wie Marmite, Cenovis, Cenovit (Brasilien), Vegemite, AussieMite, Mightymite, New Zealand Marmite, Promite, Vitam-R. Bovril ersetzte 2005-2006 Rindfleischextrakt durch Hefeextrakt.19

Im Französischen bezeichnet "Marmite" einen grossen, bedeckten Kochtopf aus Steingut oder Metall. Das Logo des Produkts zeigt eine Zeichnung dieses traditionellen Kochtopfs; auch die Form der heutigen Verpackungen soll daran erinnern.

In der englischen Sprache bezeichnet man Hefeextrakt als "yeast extract" oder "yeast autolysate".20 Eine Gewürzpaste auf Hefebasis übersetzt man mit "yeast extract spread" oder "spread based on yeast extract".

Sonstige Anwendungen

Hefeextrakte gewinnen weltweit an Bedeutung durch ihre einzigartigen Eigenschaften, niedrigen Produktionskosten und das reichhaltige Angebot an Rohstoffen aus Bierbrauereiabfällen. Sie finden Anwendung in Tierfutter, Kosmetika, Lebensmitteln, Arzneimitteln, Gesundheitsprodukten und der Biotechnologie.24

Im Jahr 2018 wies die Irish Times darauf hin, dass Tiefkühlpommes neben anderen ungesunden Zusatzstoffen oft auch Hefeextrakt enthalten.21 Auch bei Bio-Produkten wie Bouillon oder Bio-Chips sollte man vorsichtig sein!13

1.*

Narratives Review

They are produced principally from autolysis, but in some cases, acid or exogenous enzyme preparations are added. The main nutritional components of yeast extracts include partly hydrolyzed protein with 35–40% of free amino acid, and they also contain B vitamins and some trace elements. As flavoring ingredients in foods, they provide diverse flavors depending on the methods used for their production. These flavors include meaty, kokumi, umami, and salty taste along with taste masking properties. Yeast extracts are a source of amino acids, including glutamic acid, with a content of about 5% and 10% w/w free and total glutamate, respectively. 

DOI: 10.1021/acsfoodscitech.0c00131

Study: weak evidence

Tomé D. Yeast Extracts: Nutritional and Flavoring Food Ingredients.  ACS Food Sci. Technol. 2021;1(4):487–494.

2.*

analytische Laborstudie

Yeast are commonly used in the preparation of foods and beverages such as beer and bread and may also be used on their own as a source of nutrients and flavoring. Because of the historical connection of yeast to products made from wheat and barley, consumers maintaining a gluten-free diet can have concerns about the safety of yeast ingredients. Analyzing the safety of yeast and yeast-containing products presents some difficulties, as the yeast organisms actively degrade any gluten in the product, raising questions on the appropriateness of detection by traditional antibody-based methods. This study examines a variety of yeast and yeast-containing products by competitive ELISA and liquid chromatography-mass spectrometry for the estimated level of gluten proteins. While samples such as yeast extracts and nutritional yeast contained gluten levels below the 20 mg/kg (or parts per million, ppm) threshold defined by Codex Alimentarius, one baking yeast and a nutritional yeast supplement sample contained higher levels of gluten. This study demonstrates that both competitive ELISA and liquid chromatography-mass spectrometry provide similar results in the detection of wheat and barley gluten in yeast-containing products.

DOI: 10.3390/foods9121790

Study: weak evidence

Allred LK, Nye-Wood MG et al. Analysis of Gluten in Dried Yeast and Yeast-Containing Products. Foods. 2020 Dec 2;9(12):1790.

3.*

Systemat. Review mit Meta-Analyse

DOI: 10.1136/bmj.b4567

Study: strong evidence

Strazzullo P, D'Elia L et al. Salt intake, stroke, and cardiovascular disease: meta-analysis of prospective studies. BMJ. 2009 Nov 24;339:b4567.

4.*

Narratives Review

DOI: 10.1016/j.jacc.2014.12.039

Study: weak evidence

Farquhar WB, Edwards DG et al. Dietary sodium and health: more than just blood pressure. J Am Coll Cardiol. 2015 Mar 17;65(10):1042-1050.

5.

Website

WHO World Health Organization. WHO issues new guidance on dietary salt and potassium. 31/2013.

6.*

Experimentelle Primärstudie

DOI: 10.2987/8756-971X(2005)21[213:TVBAAH]2.0.CO;2

Study: weak evidence

Ives AR, Paskewitz SM. Testing vitamin B as a home remedy against mosquitoes. J Am Mosq Control Assoc. 2005 Jun;21(2):213-217.

7.

Website

European Patent Application. Yeast Extract with high glutamic acid content and producing method thereof. 2011.

8.*

Laborstudie (Lebensmittelanalyse)

DOI: 10.17221/419/2015-CJFS

Study: weak evidence

Podpora B, Świderski F et al. Spent brewer’s yeast extracts as a new component of functional food. Czech J. Food Sci. 2016;34: 554–563.

9.

Book: moderate evidence

Eisenbrand G, Schreier P et al. Römpp-Lexikon Lebensmittelchemie. 2. Auflage. Thieme: Stuttgart. 2006.

10.

Book: moderate evidence

Baines D, Seal R. Natural Food Additives, Ingredients and Flavourings. Woodhead Publishing: Cambridge. 2012.

11.

Schritt 1 – Gärung

Back – und Bierhefen sind lebende Organismen, die zur Familie der Pilze gehören. Wir nutzen ihre charakteristischen Eigenschaften zum Beispiel beim Backen, wenn wir einem Teig Zucker zufügen und ihn an einem warmen Ort gehen lassen.

Der erste Schritt der Hefeextraktherstellung, die Gärung, folgt dem gleichen Prinzip: Es wird Zucker zugesetzt, um die Hefe zu ernähren. Ausserdem werden grosse Behälter, sogenannte Fermenter, mit einer Temperatur von 30 Grad Celsius und einer ausreichenden Sauerstoffzufuhr versorgt, damit die Hefe optimal wachsen kann. Danach wird die Hefe konzentriert und in Zentrifugen gewaschen, um den Restzucker zu entfernen. Das Ergebnis ist eine zähflüssige, cremige Hefemasse.

Schritt 2 – Bruch

Dann wird die Hefe in grossen Tanks bei einer Temperatur von 45-55 Grad Celsius gelagert. Bei etwa 40 Grad Celsius hört die Hefe auf zu wachsen, und die Enzyme zerlegen das Protein  und andere Makromoleküle in der Hefe in kleinere Moleküle. Auch die Zellwände der Hefezellen lösen sich teilweise auf. Das bedeutet, dass die kleineren Moleküle nun die Hefezelle verlassen und gelöst in der  wässrigen Lösung im Tank vorliegen.

Dieser Prozess kann durch eine Vielzahl von Faktoren gesteuert werden. So spielen zum Beispiel die Verweildauer der Hefe in den Tanks sowie die Temperatur eine wichtige Rolle und beeinflussen massgeblich den späteren Geschmack des jeweiligen Hefeextrakts. Das Ergebnis des Prozesses ist eine Flüssigkeit, die bereits wie eine Brühe schmeckt und auch ein sehr ähnliches Aminosäurenprofil wie eine gekochte Fleischbrühe aufweist.

Schritt 3 – Zentrifugation

Zur Herstellung des endgültigen Hefeextrakts muss die Flüssigkeit nun nur noch zentrifugiert werden, um die Hefezellwände zu entfernen. Wertvolle Proteine, Aminosäuren, Vitamine und Mineralien aus der Hefezelle bleiben im Hefeextrakt enthalten. Vereinfacht gesagt, enthält Hefeextrakt alle natürlichen Bestandteile der Hefezelle ohne die umgebende Zellwand.

Schritt 4 – Verdampfung und Kondensation

Schliesslich wird der Hefeextrakt in einem schonenden Verdampfungsprozess bei etwa 60 Grad zu einer Paste oder einer Flüssigkeit konzentriert.

Schritt 5 – Trocknen

Je nach Verwendungszweck kann der flüssige Hefeextrakt anschliessend getrocknet und zu einem Pulver verarbeitet werden. Die Flüssigkeit wird in einem Sprühtrockner zerstäubt und mit heisser Luft getrocknet. Dabei verdampft das Wasser, so dass der getrocknete Extrakt nach unten fällt und sich am Boden des Turms sammelt.

Website

EURASYP Europäischer Verband für Hefespezialprodukte. Hefeextrakt info: Wie wird Hefeextrakt hergestellt? 2023.

12.

Website

Verbraucherzentrale-sachsen de: "Ohne Zusatzstoffe" - Clean Labeling: Werbeaussagen kritisch beleuchtet. 2010.

13.

Website

Schönbrodt C, Schinkowski N et al. Einsatz von Hefeextrakt in Bio-Lebensmitteln. Bundesprogramm ökologischer Landbau (BÖL). 2009.

14.*

Experimentelle in-vivo Tierstudie

DOI: 10.1038/sj.ejcn.1602263

Study: weak evidence

Hermanussen M, García AP et al. Obesity, voracity, and short stature: the impact of glutamate on the regulation of appetite. Eur J Clin Nutr. 2006 Jan;60(1):25-31.

15.

Leserbrief/Kommentar

DOI: 10.1038/sj.ejcn.1602828

Website

Hermanussen M. No consensus on glutamate. Eur J Clin Nutr. 2008;62:1252–1253.

16.

Website

Europäische Kommission. Schriftliche Anfrage E-0119/01 von Ria Oomen-Ruijten (PPE-DE) an die Kommission. Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften. 2001 [zitiert 18. Sep 2024].

17.

Website

BfR Bundesinstitut für Risikobewertung. Überempfindlichkeitsreaktionen durch Glutamat in Lebensmitteln. 2003.

18.*

Narratives Review

DOI: 10.1017/s1092852900016965

Study: weak evidence

Stahl SM, Felker A. Monoamine oxidase inhibitors: a modern guide to an unrequited class of antidepressants. CNS Spectr. 2008 Oct;13(10):855-871.

19.*

In-vitro Laborstudie

They are also a source for the production of yeast extracts which enhance or impart a meaty flavour to food products. Yeast extracts are mainly used in the food industry for the preparation of soups, gravies, meat products and sauces, and in the flavouring of snacks.

DOI: 10.1016/j.fbp.2007.10.015

Study: weak evidence

Tanguler H, Erten H. Utilisation of spent brewer's yeast for yeast extract production by autolysis: The effect of temperature. Food Bioprod Process. 2008 Dec;86(4):317-321.

20.

Book: moderate evidence

Joseph R, Bachhawat AK. Yeast Lysates and Yeast Extract. Encyclopedia of Food Microbiology. 2nd ed. 2014.

21.

Website

Irishtimes com: Do you really know what exactly is in your frozen chips? 2018.

22.*

Laborstudie

Nowadays, yeast extracts are receiving increased attention as flavour enhancers in low-sodium fermented sausages and cured meat products and also in sauces, gravies, soups, chips and crackers.

DOI: 10.1016/j.meatsci.2016.07.009

Study: weak evidence

Pancrazio G, Cunha SC et al. Spent brewer's yeast extract as an ingredient in cooked hams. Meat Sci. 2016 Nov;121:382-389.

23.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

24.*

Abschnitt: Nutritional Characteristics & Antioxidant Properties of Polysaccharide Structures in Yeast Cell Walls.

Yeast extracts have become increasingly prominent on the global market due to their unique nutritional and biochemical properties, low production costs, and abundant raw material supply from beer brewery wastes. They are widely used in animal feed, food, cosmetics, pharmaceuticals, health products, and biotechnology. Here, we summarize recent developments in application and the potential future research direction related to yeast extract.

 

Autolysis usually involves suspending the yeast cells, addition of an activating agent, or heat treatment (40-60°C), stirring for 24 h at 50°C, centrifugal concentration, and recovery [7]. Although autolysis is much simpler than other cell lysis methods, it also has disadvantages, for example, low nutrient retention; autolysis is more destructive of antioxidant substances, i.e., amino acids, B vitamins, polyphenols, and glutathione. However, if the yeast extract product application does not require a high content of nutrients, autolysis is the easiest, lowest-cost process for industrial production [57] and is the major production process for food-flavoring agents, which do not require a high nutrient content, but do need a high content of peptides and amino acids [11].

Narrativer Review

DOI: 10.4014/jmb.2207.07057

Study: weak evidence

Tao Z, Yuan H et al. Yeast Extract: Characteristics, Production, Applications and Future Perspectives. J Microbiol Biotechnol. 2023 Feb 28;33(2):151-166.

25.*

Narratives Review

With a long history of inclusion within livestock feeding programs, yeast and their respective derivatives are well-understood from a nutritional perspective. 

From improving feed efficiency, to serving as alternatives to antibiotic growth promoters and supporting intestinal health and immunity while mitigating pathogen shedding, new use cases are driven by a recognition that yeast derivatives contain specific bioactive compounds that possess functional properties.

Yeast processing

Primary yeast cultures are typically proprietary strains that are developed for specific purposes. For example, select strains of Saccharomyces cerevisiae have been developed for the production of breads that are excellent producers of carbon dioxide, which is important in the leavening process of dough production (16). Similarly, Pichia pastoris, which is used in the industrial production of biotherapeutics, is grown under specific conditions in order to maximize expression of target compounds (17). These strains require propagation through a series of lab scale growth steps prior to large scale propagation (Figure 1). When considering yeast for application into the food and beverage industries the final product can take the form of cream yeast or dried yeast, depending on the application of the final user, while in pharmaceutical and research based uses, it is the expression products from a given yeast organism that is of interest.

As previously mentioned, downstream processing can be applied during the propagation steps of yeast in order to inactivate live yeast or lyse whole yeast into its constituent parts. Typically, initial processing steps involve manipulation of temperature, pH and osmotic balance in order to facilitate cell lysis (18, 19). Once cells are lysed, centrifugation can be applied to split fractions into insoluble carbohydrate rich cell wall fractions and soluble protein rich cytosolic fractions. Filtration can be used in place of or in conjunction with centrifugation in order to further partition each phase depending on the desired purity or composition of each fraction (20). Finally, water is removed thereby increasing the concentration of bioactive compounds within each fraction. Spray drying is typically used for dewatering, however, box and drum drying can also be utilized depending on the throughput and compositional integrity requirements.

DOI: 10.3389/fvets.2022.1067383

Study: weak evidence

Patterson R, Rogiewicz A et al. Yeast derivatives as a source of bioactive components in animal nutrition: A brief review. Front Vet Sci. 2023 Jan 6;9:1067383.

26.*

Konsumentenforschung/Marktforschung

While the concept of using spent brewer’s yeast for human consumption was a German inspired process, the bulk of products and processes to produce them were established in English speaking countries [2,6]. In 1902 the first Marmite plant was established in Burton up on Trent (UK), which saw a rapid expansion of production across the British Commonwealth into Australia, New Zealand, and southern Africa. In 1908 an antipodean Marmite plant was established in Australia, with distribution in Australia (1908) and New Zealand (1910). The production of the antipodean Marmite moved to New Zealand in 1919 (Figure 1). Sometime in the 1920s, Marmite production also commenced in South Africa. In 1913 a similar product (Vegex) came on to the market in the USA [3]. Following the local production of a yeast spread in Australia, the newly formed brewing conglomerate—Carlton and United Breweries (CUB)—launched a yeast spread under the trade name Cubex in 1918 [7] (Symons, 1987). Despite Cubex’s removal from the market in 1933, CUB retains its trademark. A rival brand to Marmite (Vegemite) was launched in Australia in 1923 by the Fred Walker Cheese Co. [8]. By this time the notion of utilising spent brewer’s yeast as a potentially healthy product also triggered the production of yeast spreads in other countries. A separate brand (Bovis) launched in Italy in 1925; while Cenovis started in Switzerland in 1931. The Guinness brewery launched their own “Guinness Yeast Extract” in 1936, which remained commercially available until 1968. New products have come on to the market in more recent years. All these products, apart from Cubex and Guinness Yeast Extract, are still on the market and are predominantly produced from spent brewer’s yeast.

Both the British and New Zealand passers-by had a high awareness of the Australian Vegemite brand. This is probably due to the fact that Vegemite is readily available in both the British and New Zealand supermarkets. This also translates into an elevated past-consumption rate with 85% and 26% in New Zealand and the UK, respectively. The lack of immediate availability of the brands in the UK probably accounts for the very low past consumption of Promite and NZ Marmite, let alone the nil past consumption of the Swiss Cenovis. The historical imperialistic influence of the United Kingdom over Australia and New Zealand [30] and high immigration from the UK to both Australian and New Zealand [31,32] probably accounts for high awareness of the British Marmite in both Australia and New Zealand, despite the absence of the brand on the supermarket shelves in the two countries. This also translated in a relatively high past-consumption of the British Marmite in both countries.

DOI: 10.3390/beverages8010016

Vriesekoop F, Russell C et al. The iconisation of yeast spreads—love them or hate them. Beverages. 2022;8(1):16.

27.

Website

Carboncloud. ClimateHub. Yeast extract (powder), EU; Canada. 2024.

28.

Website

CONCITO. The Big Climate Database, Version 1.1. Mayonnaise. Peanut butter. 2024.

29.*

Wasserfussabruck-Analyse

The assessment is based on the production chain diagram of soy sauce production which presenting the relevant process stages from the source to the final product. The result of this research is the total water footprint of soy sauce production is 1.986,35 L/kg with fraction of green water 78,43%, blue water 21,4% and gray water 0,17%.

DOI: 10.1051/e3sconf/20183108018

Aulia Firda A, Purwanto. Water footprint assessment in the agro-industry: a case study of soy sauce production. E3S Web Conf. 2018;31:08018.

30.*

Yeast extract contains compounds such as phenolic acids, flavonoids, and other secondary metabolites that can also activate the phenylpropanoid pathway in plant cells. The phenylpropanoid pathway is involved in the biosynthesis of phenolics and flavonoids.

Lebensmittelanalytische Studie

DOI: 10.3390/molecules28124607

Study: weak evidence

Tauqeer S, Maqbool M et al. Synergistic influence of yeast extract and calcium oxide nanoparticles on the synthesis of bioactive antioxidants and metabolites in Swertia chirata in vitro callus cultures. Molecules. 2023;28(12):4607.

31.*

In addition, yeast extract is an important natural elicitor and a common nutrient available in large quantities at a moderate price. It contains various organic and inorganic derivatives such as vitamin B-complex, chitin, N-acetyl-glucosamine oligomers, β-glucan, glycopeptides, and ergosterol.

Experimentelle Studie mit pflanzlichen Zellkulturen

DOI: 10.1007/s13205-022-03235-x

Study: weak evidence

Bavi K, Khavari-Nejad RA et al. Phenolics and terpenoids change in response to yeast extract and chitosan elicitation in Zataria multiflora cell suspension culture. 3 Biotech. 2022 Aug;12(8):163.

32.*

During fermentation, yeast produces different classes of compounds from the pyruvate, including isoprenoids, carotenoids, polyketides, polyphenols and lipids, and fatty acids.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

Study: weak evidence

Chrzanowski G. Saccharomyces cerevisiae-An Interesting Producer of Bioactive Plant Polyphenolic Metabolites. Int J Mol Sci. 2020 Oct 5;21(19):7343.

33.

3. Alkaloids, 4. Phenolic, 5. Flavonoids, 6. Terpenoids and 7. Polyketides.

The carotenoids were the first kind of isoprenoids formed in the Saccharomyces cerevisiae. These compounds are found to cardiovascular and osteoporosis anti-oxidant with therapeutic effects and to have anticancer activity by the activation of the NF-κB signaling pathway. LPS are reduced by signaling caused by β-carotene. It also reduces the IκB protein and prevents p65 subunit nuclear translocation and also prevent the NF-κB complex binding with DNA. β-carotene prevents cancer progression by virtue of its proxidant function.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.5772/intechopen.95067

Book: moderate evidence

Jahangeer M, Riasat A et al. Secondary metabolites from Saccharomyces cerevisiae species with anticancer potential. IntechOpen. 30 January 2021.

34.*

Sterols are essential components of eukaryotic cellular membranes that maintain membrane structural integrity, fluidity and permeability. They have further functions in regulating membrane-bound enzyme activity, lipid raft formation and function, substance transportation and cell cycle. The most important sterol in animals is cholesterol, which is additionally necessary as a precursor for the synthesis of vitamin D, bile acids and steroid hormones. Disturbed cholesterol homeostasis can lead to several human diseases, such as diabetes, atherosclerosis and neurodegeneration [1]. Plant sterols are called phytosterols, and the most notable are stigmasterol, sitosterol and campesterol. They are essential for plant growth and development, and play an important role in stress adaptation [2]. The main fungal sterol is ergosterol, which is regarded as a “fungal hormone” that can stimulate growth and proliferation. Ergosterol has recently been identified as an immunoactive lipid that induces host cells pyroptosis, a necrotic and inflammatory programmed cell death [3]. Significantly, recent studies have shown that ergosterol is essential for mitochondrial DNA maintenance in fungi, as cholesterol does in humans [4,5]. In fact, the pharmacological or genetic inhibition of ergosterol biosynthesis leads to the loss of mitochondrial DNA in S. cerevisiae unless exogenous ergosterol is added, highlighting the crosstalk between mitochondria and ergosterol biosynthesis [4]. Thus, ergosterol abundance is critical for yeast stress adaptation. For example, increased ergosterol levels have been associated with higher resistance to low temperature, freezing, low sugar, alcohol and oxidative stress. Conversely, hyperosmotic stress adaptation (such as salt or sorbitol treatment) leads to the decrease in ergosterol abundance [6,7]. Ergosterol levels are also important for the hypoxic and iron deficiency responses in S. cerevisiae, conditions in which the rate of ergosterol biosynthesis is limited by defects in specific enzymes that depend on oxygen and/or iron as an essential substrate or cofactor. 

Narrativer Review

DOI: 10.3390/genes11070795

Study: weak evidence

Jordá T, Puig S. Regulation of Ergosterol Biosynthesis in Saccharomyces cerevisiae. Genes (Basel). 2020 Jul 15;11(7):795.

35.*

Beobachtungsstudie (Kohortenstudie mit Follow-up)

DOI: 10.1159/000046689

Study: moderate evidence

Donaldson MS. Metabolic vitamin B12 status on a mostly raw vegan diet with follow-up using tablets, nutritional yeast, or probiotic supplements. Ann Nutr Metab. 2000;44(5-6):229-234.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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